Die korrekte Belichtung

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Wir haben jetzt schon rausgefunden, wie die Belichtungszeit, die Blende und der ISO Wert funktionieren. Doch wie schaffen wir es jetzt, dass unser Bild nicht zu hell oder zu dunkeln wird. Denn klar kontrolliert jeder dieser drei Werte die Helligkeit in unserem Bild, doch wie wir sie einstellen wissen wir dadurch noch nicht. Wie schaffen wir also die korrekte Belichtung?

Korrekt belichten mit der richtigen Messmethode

Die Kamera verwendet unterschiedliche Messmethoden um das Licht und die aktuelle Situation zu verstehen. Wir können diese Messmethoden verändern, um die Interpretation der Belichtung auf die Situation anzupassen.

Die folgenden Messmethoden finden bei der Kamera in dem Modus statt. Sogar im manuellen Modus beeinflusst die Messmethode, die Belichtungswaage.

Du kannst jetzt entscheiden welche Messmethode du verwendest:

  • die Mehrfeld- oder Matrixmessung
  • die Selektivmessung
  • die Spotmessung
  • oder die mittenbetonte Integralmessung

Welche Messmethode ist die richtige?

Ich werde dir gleich die unterschiedlichen Messmethoden erklären, doch vorher ist es wichtig zu wissen, welche man am besten auswählt. Jede ist die richtige für eine passende Situation. Doch was hast du davon, wenn du ständig die Messmethode auf die Situation anpassen muss? Wieder eine Einstellung, die Einfluss auf deine Belichtung und die du im Auge behalten musst. Deshalb empfehle ich dir mit einer Messmethode zu arbeiten, die auf möglichst viele Situationen passt. Für mich ist das die Mehrfeldmessung, doch vielleicht ist für dich eine andere die richtige.

Mehrfeld- Matrixmessung

Die Mehrfeldmessung ist die wohl intelligenteste. Sie erkennt die häufigsten Lichtsituationen und verwendet auch den Autofokuspunkt um das Motiv zu erkennen. Diese Messmethode ist die universellste und auf die meisten Situationen anwendbar.

Selektivmessung

Die Selektivmessung ignoriert den Autofokus und nimmt nur eine Fläche, die 75% der Belichtung ausmacht. Sie konzentriert sich auf eine Fläche in der Mitte des Bildes, die etwa 10% einnimmt. Sie funktioniert dann am besten, wenn man auf die Mitte des Bildes belichten möchte, sobald ich das Motiv jedoch außerhalb dieses Bereiches bewegt funktioniert das wieder nicht.

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So funktioniert die Selektivmessung

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So wahrscheinlich nicht

Spotmessung

Die Spotmessung funktioniert, wie die Selektivmessung der Messbereich ist nur deutlich kleiner. Er beträgt etwa 2-4% des Sucherbildes. Bei manchen Herstellern lässt sich das mit dem Autofokuspunkt sogar verschieben. So ist eine extrem präzise Messung möglich, jedoch sorgen minimale Abweichungen schon für eine fehlerhafte Messung.

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Mittenbetonte Messung

Die mittenbetonte Messung konzentriert sich ebenfalls auf die Mitte des Bildes, bezieht den Rest des Bildes jedoch deutlich mehr mit ein und sorgt für ein ausgewogenes Bild.

Vergleich der Messmethoden

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korrekt Belichtet mit der Belichtungswaage

 

Im manuellen Modus (M) zeigt uns die Belichtungswaage an, ob unsere Einstellungen aus Sicht der Kamera zu einem zu hellen oder zu dunkeln Ergebnis führen. Wir können diese Messung verwenden, um eine ungefähre Vorstellung von unseren Einstellungen zu bekommen. Das bedeutet aber nicht, dass man einfach den Regler auf die Mitte stellen sollte und das Bild ist korrekt belichtet. Es ist nur eine Unterstützung, die dir bei der korrekten Belichtung helfen soll. Die Belichtungswaage ist ein geniales Werkzeug um zu erkennen, ob ein Bild korrekt belichtet ist oder nicht. Die Funktion der Belichtungswaage hängt davon ab in welchem Kameramodus wir uns befinden. Sind wir in einem automatischen Modus wie (P – Tv/S – Av/A) wird die Belichtungswaage als Belichtungskorrektur verwendet. Verschieben wir den Pfeil in Richtung Plus(Rechts) wird das Bild heller, in der anderen Richtung wird das Bild dunkler. Hierbei beeinflussen wir die Belichtung der Kamera.

Diese verwendet eine der weiter oben erklärten Messmethoden, um das vorhandene Licht zu interpretieren. Diese Interpretation kann mit der Belichtungskorrektur beeinflusst bzw. korrigiert werden.

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Im manuellen Modus (M) zeigt uns die Belichtungswaage an, ob unsere Einstellungen aus Sicht der Kamera zu einem zu hellen oder zu dunkeln Ergebnis führen. Wir können diese Messung verwenden, um eine ungefähre Vorstellung von unseren Einstellungen zu bekommen. Das bedeutet aber nicht, dass man einfach den Regler auf die Mitte stellen sollte und das Bild ist korrekt belichtet. Es ist nur eine Unterstützung, die dir bei der korrekten Belichtung helfen soll.

korrekte Belichtung mit dem Histogram

Dsa Histogram kann ebenfalls dabei helfen die Belichtung des eigenen Bildes zu verstehen. Doch hier gibt es einen Fehler, den leider viele Anfänger machen. Denn das Histogramm zeigt dir nicht nur an, ob dein Bild zu Hell oder zu Dunkel ist, sondern ebenfalls die Helligkeitsverteilung in deinem Foto.

Ein Beispiel

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Das Histogramm hat zwar einen Ausschlag auf der dunkeln Seite, doch ist der Grund keine Unterbelichtung, sondern viel dunkler Bildinhalt

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Das Bild ist nicht zu hell, sondern besteht auch hier aus vielen hellen Bereichen.

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Jetzt haben wir es mit einer Unterbelichtung zu tun. Das Bild ist zu Dunkel und das zeigt das Histogramm, doch muss man es mit dem Bildinhalt kombinieren um es zu verstehen.

Das Beispiel hat verdeutlicht, dass man alleine mit dem Histogramm nicht genau sagen kann, ob ein Bild zu hell oder zu Dunkel ist. Es braucht Erfahrung und auch den Bildinhalt um dieses Werkzeug für eine korrekte Belichtung zu interpretieren. Es ist ein tolles Werkzeug, wenn man weiß wie.

Das Kameradisplay

Diese Methode kann funktionieren, kann aber auch von starkem Sonnenlicht oder zu dunkler Umgebung beeinflusst werden. Du kannst die Live-View Methode verwenden, um deine Kamera korrekt einzustellen. Hier bekommst du live die Belichtung deiner Kamera simuliert und kannst das Bild vor dem Fotografieren schnell und einfach einstellen. Bei DSLM-Kameras kann man hier ebenfalls das Display im Okular verwegenen. Bei der Verwendung des Displays, solltest du darauf achten, dass das Bild nicht durch direkte Sonneneinstrahlung beeinflusst wird, oder das Histogramm zur Hilfe ziehen.

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