Aktuell bis zu 81% Rabatt

Fotografie

Missverständnisse in der Fotografie…

23. Oktober 2020

In der Fotografie kursieren einige Missverständnisse, von denen ich einige in diesem Video einmal aufklären möchte. Nicht alles kann man Schwarz oder Weiß sehen. In vielen Fällen kommt es einfach darauf an.

Doch lass mich das etwas genauer ausführen

JPG ist nicht schlecht

Zu Beginn der Fotografie lernt man schnell, dass jeder anständige Fotograf im RAW fotografiert. Es hat auch einige Vorteile, im RAW zu fotografieren, man hat deutlich mehr Dynamikumfang und kann in der Bildbearbeitung deutlich mehr aus seinen Fotos machen. Um dir das jetzt einmal zu zeigen, habe ich hier ein Beispielfoto im Original und in der bearbeiteten Fassung. Alles dank RAW.

raw-vs-jpg-dynamikumfang-raw-vorher-fotografieren-lernen

Vorher

raw-vs-jpg-dynamikumfang-raw-nachher-fotografieren-lernen.jpg

Nachher

Heißt das jetzt, dass man JPGs nicht bearbeiten kann? Auf gar keinen Fall! Nur weil ein Foto im JPG fotografiert wurde, ist es nicht gleich schlecht. Es lässt sich unglaublich viel ohne RAW-Dateien machen.

JPG-Dateien haben noch einen weiteren Vorteil, den ich seit kurzer Zeit auch extrem schätzen gelernt habe. Sie sind deutlich kleiner. Nach Jahren der Fotografie und Hunderttausenden RAW-Dateien geht einem irgendwann der Platz aus. Ja, ich weiß Festplattenspeicher kostet heute auch nicht mehr die Welt, aber wozu? Was will ich mit einem RAW aus 2014? Braucht man das irgendwann nochmal? Ich glaube nicht. Was habe ich gemacht? Alle RAWs zu JPGs konvertiert. Plötzlich waren Terabyte an Speicherplatz für Neues vorhanden und ich kann die Bilder auch heute noch bearbeiten, sollte es einmal notwendig sein.

Wenn du also Platz brauchst (weil du viel unterwegs bist oder einfach alte Bilder nicht mehr im RAW brauchst), hab keine Angst davor, auch JPGs zu verwenden, du solltest das dann nur beim Fotografieren berücksichtigen. Sie verzeihen nicht so viele Fehler 😉

extreme Einstellungen

Du musst immer auf ISO100 fotografieren, sonst rauschen deine Bilder. Wenn du Landschaften fotografierst, dann stell deine Kamera auf Blende f/22 dann ist alles in deinem Bild scharf!

Aussagen wie diese sind es, die in deinem Hinterkopf dafür sorgen, dass du deine Kamera falsch einstellst.

Zu der Blende sage ich, dass Blende f/22 unschärfer sein kann als Blende f/5.6. Das liegt daran, dass es bei einem Objektiv eine perfekte Blende gibt. Diese liegt meist 2-4 Blendenschritte (je nach Objektiv ca f/5.6 – f/7.1) von der offensten Blende.

die perfekte blende tutorial fotografieren lernen

Beim ISO ist das Thema ähnlich. Ja zwischen ISO100 & ISO800 (je nach Basis-ISO der Kamera) ist das Rauschverhältnis am geringsten. Doch das bedeutet nicht, dass ihr den ISO nicht verwenden dürft. Das muss man testen! Fotografiert in unterschiedlichen Situationen und lernt, wie weit eure Kamera gehen kann. Das ist komplett unterschiedlich. Probier es aus und passe deine Fotografie entsprechend an, aber bitte beschränke dich nicht selbst, weil du zwanghaft auf ISO100 fotografieren möchtest.

iso-6400-beipsiel-hoher-iso-wert-fotografieren-lernen

ISO6400

absichtlich zu Dunkel fotografieren

Ein Thema, das bei mir schon oft für Diskussionen gesorgt hat. Ich fotografiere, wenn ich mit kontrastreichen Szenen oder Gegenlicht fotografiere, mein Motiv gerne etwas zu Dunkel. Das empfehle ich auch einigen anderen Fotografen, da man so die Möglichkeit hat, das Motiv aufzuhellen und mehr Dynamik zu bekommen.

Warum nicht in die andere Richtung? Warum nicht ETTR? (exposure to the Right) So kann man zwar mehr Detail aus seinem Motiv holen, hat jedoch auch die Gefahr, dass der Hintergrund einfach zu hell wird. Ein zu dunkles Bild aufzuhellen, ist deutlich einfacher als ein zu helles. Der Punkt, an dem etwas überbelichtet und nicht mehr zu retten ist, kommt viel früher und lässt sich viel schwerer einschätzen.

Also: Probiere selbst aus, was zu dir passt. Alles, was ich dir in meinen Videos erkläre und zeige, ist direkt aus der Praxis und wird von mir wirklich so angewandt. Ich erzähle dir das nicht, weil ich es mal irgendwo gelesen habe, sondern weil ich wirklich so fotografiere.

Du musst jetzt für dich entscheiden, ob das zu deiner Fotografie passt oder nicht.

Wie denkst du über diese Themen?

Schreib es gerne in die Kommentare und bis zum nächsten Mal.

Liebe grüße

Matthias

22 Kommentare zu "Missverständnisse in der Fotografie…"

  1. charly Wedl

    Wenn ich mit Offenblende fotografiere, dann mache ich nicht nur ein Bild mit (Beispiel!) Blende 1.4. Stattdessen mache ich eine Serie von Bildern, bei denen ich die Blendenöffnung jeweils leicht schließe. Im Bildbearbeitungsprogramme sehe ich mir dann in Ruhe die ganze Serie an und wähle die guten Bilder aus. Die Blende ist das Gestaltungsmittel in der Fotografie, da gibt es keine Normen, sondern da kann alles - wenn es ein gutes Gestaltungsmittel ist - richtig sein. Mit Blenden ab f. 6.0 - abhängig vom Objektiv - sollte man allerdings vorsichtig sein, denn hier kann es zur so genannten "Beugungsunschärfe" kommen. Die Bilder beim Fotografieren ein- bis zwei Blendenstufen dunkler zu machen, das kann man machen, bringt aber nichts. Eis sei denn, man setzt - was ich z.B. in der Outdoor-Fotografie sehr oft mache - zusätzlich noch einen Blitz ein. Da messe ich dann zuvor meist das Licht mit einem Belichtungsmesser und übertrage die Werte im manuellen Modus auf die Kamera, kleinere Korrekturen erledige sich mit der Lichtwaage der Kamera, bei größeren Korrekturen messe und fotografiere ich noch einmal. Das geschossene Bild mache ich dann um (meistens zwei) Blendenstufen dunkler. Nun kommt der Blitz (im Modus "M"!) ins Spiel. Hier stelle ich dann die Blitzleistung so ein, bis der Hintergrund (erste Messung) dunkler als das geblitzt Motiv. Oder ich regle so lange den Blitz, bis der Belichtungsmesser die zuvor eingestellte Blende anzeigt. Ausprobieren, das ergibt richtig gute Effekte. Aber auch das ist selbstverständlich kein Muss, sondern nur eine weitere Herangehensweise. Im Übrigen lassen sich - und hier kommt wieder der Vorteil eines RAW's ins Spiel - zu dunkel, oder zu hell belichtete Bilder in einem (guten!) Bildbearbeitungsprogramme wunderbar korrigieren. Hier spielt z.B. Capture One Pro, der die Kameraprofile gespeichert hat, sein ganzes Können aus.

    • TTLarsK

      60 FPS kommt aus der Gamingindustrie, da virtuelle Bilder in 60 FPS flüssiger erscheinen. Bei Realbilder spielt das keine Rolle. TV ist (richtig) auf 50i (interlaced), also 25 FPS, Kino fast ausschließlich auf 24FPS. Hohe Framerates nutzen nur bei Zeitlupe. Um auch seine Schnittsysteme nicht in die Knie zu zwingen ist natürlich eine geringe FPS besser. 4K ist genau so ein Thema. Die halbe Menschheit kann den Unterschied physiologisch zwischen HD und 4K gar nicht erkennen. In der Produktion ist 4K hoch interessant, weil da 4x HD drin steckt. Will ich 4K Material in HD rausbringen kann ich viel besser das Bild Croppen ohne Qualitätsverlust. Beim gucken in 4K sind auch auch noch größe und Abstand zum TV wichtig. Das halten die wenigsten ein. Aber der Glaube versetzt Berge: wenn ich glaube, ich guck in 4K, dann sehe ich auch 4K, obwohl HD läuft oder ich viel zu weit vom TV weg sitze.

      • Jo McKarth

        super gemacht bruder! keine musik, zügig erklärt, nicht drei-vier mal das selbe gesagt, die dinge exact angesprochen. so mag ich das, danke!!

        • Rüdiger Büttner

          Mach weiter so sehr gute Videos .

          • Karl Volb

            f22 habe ich noch nie benutzt wegen https://de.wikipedia.org/wiki/Beugungsunschärfe

            • Entzgraphy

              Absolut deiner Meinung ! Schön das du mal wichtige oft auch "Tabu" Themen ansprichst. Oft durfte ich dafür schon kontroverse Diskussionen führen...

              • R K

                finde ich gut (Bemerkung min 11 ... was ist mit ETTR? ... dadurch gewinne ich auch ... denn hell ist es dann schon ... kommt halt auf das MORIV an und auf die Details, die man ignorieren kann)

                • Mr. Knife Guy

                  Super Video. Auch wenn es nicht zum Thema passt. Sony A600 oder / 5100 in 2020 lohnenswert für einen Foto Anfänger? Danke

                  • Ekevarsek

                    Mit Sony 6000 machst Du auch für 2020 alles richtig. Ist eine sehr gute Kamera.
                  • Mr. Knife Guy

                    @Ekevarsek Danke
                • Lichtbube

                  Sehr guter Kanal (und Podcast), prall gefüllt mit Profi-Tipps. Du kannst sehr gut und verständlich reden.

                  • Novvalis

                    Du hast krasse Effekt-Kontaktlinsen! XD

                    • Matthias Butz

                      Was für Kontaktlinsen?
                  • Martin Z

                    ich hab ne canon d200. wenn ich da mit mehr ISO knipse, rauschen die bilder, aber die cam hat so eine tolle verrechnung, das die JPG aus der cam aussehen wie ein analoges Filmrauschen. find ich hübsch

                    • NEXTPICTURE Andreas

                      Was auch oft zu Missverständnissen führt, wenn man von einer Belichtungsbeeinflussung in Blendenstufen spricht, aber in Wirklichkeit am Zeitenrad dreht. Wir beeinflussen Lichtwerte. Danke für das Video, ich denke das Thema Missverständnisse ist nahezu bodenlos.

                      • Matthias Butz

                        Das ist schon korrekt so Andreas. Es gibt einen Unterschied zwischen der Blende und Blendenschritten(oder Stufen) ich kann auch meinen ISO Wert 2 Blenden heller einstellen. Ist etwas verwirrend, aber ich mache da vielleicht mal ein Video zu 😉
                      • NEXTPICTURE Andreas

                        @Matthias Butz ... nicht alles was "gängig" ist, ist zwangsläufig korrekt, oft ist es auch verwirrend, gerade für Anfänger. Der Belichtungsumfang eines Sensors kann in Blendenstufen angegeben werden, oder in Zeitstufen, ebenso wie in Lichtwerten (LW/EV). Bei einem HDR z.B., könnten wir mehrere Belichtungen in verschiedenen "Blendenstufen" machen... sollten diese aber in keinem Fall mit der "Blende" korrigieren, also wäre hier "Blendenstufen" eine ungünstige Wortwahl, wird aber oft so benannt. Ein Belichtungsmesser, egal welcher(intern/extern), misst das Licht in LW (EV engl.)"Lichtwerten" ..Blende und Zeit ergeben sich rechnerisch. Sehr gutes technisches Beispiel mit Alleinstellungsmerkmal sind beispielsweise die Objektive einer Hasselblad 500 bei denen Zeit und Blende gekoppelt sind und man hier den gemessenen Lichtwert einstellt.. Verändere ich hier die z.B. die Blende, wird automatisch die Zeit kompensiert. Zur gezielten Belichtungsmanipulation muss man das dann entkoppeln und man kann dann Zeit- oder Blendenstufen korrigieren. Ja,..mach mal ein Video. Danke.
                      • Red Bull

                        @NEXTPICTURE Andreas ja die Begriffe Blende und Blendenstufe/Schritt ist im deusch sprachigen Raum ungünstig gewählt. Da gebe ich dir recht. Im englischen ist es besser mit Aperture, F-stop und T-stop im Cinema Bereich. Auf das LW/EV würde ich mich bei den heutigen Kameras nicht versteifen. Das war früher bei den analogen Kameras ohne Automatiken wichtig. Man hat den LW/EV auf den objektiven oft mit aufgedruckt als Hilfe für die LW Tabelle um die passenden Einstellungen einfacher vornehmen zu können. Heute "meine Meinung" nicht der Rede wert (eventuell doch noch beim Blitzen). Das was du mit der Hasselblad ansprichst, weiß ich ehrlich gesagt nicht was du meinst, hört sich für mich einfach nach der AV Automatik an.?
                    • Helmut Wichmann

                      Absichtlich etwas unterbelichten ? OK, aber ETTR ergibt meines Erachtens max. Schattenzeichnung

                      • Werner Winkelmeier

                        So wirklich unterbelichten tut er ja auch nicht - er belichtet auf die Lichter und nicht auf das Hauptmotiv - wobei das wieder von der Kamera und deren Möglichkeiten abhängt, ob das Aufhellen dann gut funktioniert oder nicht doch unschön mit Farbrauschen erkauft wird. Würde man richtig unterbelichten, würde man auch Dynamik des Sensors verschenken. Die Formulierung gefällt mir nicht und sollte doch noch angesprochen werden. ETTR trifft es dann schon eher. Da bin ich bei Helmut Wichmann dabei :-)
                      • Matthias Butz

                        Das sollt man auch nicht auf jede Situation einfach Blind anwenden. Es geht um kontrastreiche Fotos um mehr Dynamik aus den Bildern zu holen. Heller Himmel dunkler Vordergrund z.B. Wenn du mit deiner Technik bessere Ergebnisse bekommst halte ich dich nicht davon ab. Alles was ich hier zeige ist meine Art der Fotografie und du solltest es ausprobieren. Das gilt nicht nur für meine Videos sondern für ALLES! Nicht theoretisieren und blind glauben, sondern testen und selbst schauen wie man das beste Ergebnis bekommt.
                      • NEXTPICTURE Andreas

                        Technisch gesehen, wäre ETTR tatsächlich der richtigere Weg, also hart an der Grenze zur Überbelichtung ohne Lichter ausfressen zu lassen, da der Informationsgehalt in den hellen Bereichen vom Sensor differenzierter wiedergegeben werden kann....oder konnte... das müsste man mal über prüfen...ich weis nicht ob sich da was bei den aktuellen Sensoren etwas geändert hat. Aber bei 5D2 oder 5D3 ist die Bit Verteilung in den dunkleren Bereichen... technisch gesehen sehr dünn. Aber wie Matthias auch sagt, mit der eigen Kamera selber mal beide Bereiche (über-/unterbelichtung) ausprobieren und seine eigenen Schlüsse ziehen.
                    • Fafnier

                      Gibt es den irgendwo maml eine Auflistung wo die stärksten Blenden eines Objektives nachzulesen sind oder muss man das selbst austesten bei all seinen Objektiven? 2. Oder: gibt es bei den technischen Daten zu einem Objektiv eine Nennung zu dieser Blende? Da Blcike ich nie durch, ich weis zwar um die Thematik und auch um die Beugungsunschärfe aber ich weis leider bei keinem meiner Objektive die stärkste Blende :-/ LG Frank

                      • Markus Morbach

                        Schau bei Traumflieger mal nach, die testen so gut wie alle Objektive und geben auch die optimale Blende an.
                      • Werner Winkelmeier

                        Früher konnte man davon ausgehen, dass 2-3 Blendenstufen (ganze) die Objektive dazugewonnen hatten - das kann man pauschal nicht mehr sagen. Wenn es dich so sehr interessiert, dann musst du dich mit MTF-Charts auseinandersetzen und die zugehörigen zu deinen Objektiven finden. Aber ganz so einfach ist das nicht, wie viele jetzt vielleicht denken. Dazu kommt, dass es von der Sensorauflösung auch noch abhängt. Eine pauschale Tabelle sagt leider auch sehr wenig aus bzw. kann es nicht immer so wirklich abbilden, was tatsächlich in der jeweiligen Kombi aus Kamera und Objektiv ergibt.
                      • Matthias Butz

                        Warum so theoretisch und so komplex? Teste es einfach. Vieles kann man ergoogeln und es geht ja auch nicht darum die 100% perfekte Blende zu finden. Etwas anderes hab ich auch nicht gemacht. ein Bild auf f/1.4, eines auf f/5.6 und eines auf f/16. Dann sieht man meist direkt wann das Bild am schärfsten ist 😉
                    • Computerfachmann

                      NUtze Firefox

                      • Photo Graf

                        Bzgl. ISO, was selbst viele Profi Fotografen nicht wissen ist, dass bei einen leicht angehobenen ISO Wert selbst die Farben und Kontraste anders/besser wahrgenommen und gespeichert werden, als z. b mit niedrigster ISO Wert mit Ausgleich der Belichtung durch Verschluss oder Blende. Ideal zum Rauschverhalten finde ich zwischen ISO 200 und 800 die beste Lösung.

                        • Quirin

                          In einem Video kam auch mal vor, dass der Fotograf statt iso 100 lieber iso 200 genommen hat, weil der Sensor damit empfindlicher wurde und man dann ein bisschen mehr Spielraum beim nachbearbeiten hatte
                        • Photo Graf

                          @Quirin So ist das.
                        • omararelaxing

                          @Quirin da hätt ich gern eine quelle, weil es nach meinen daten ziemlich unwahrscheinlich ist: alle messungen belegen, daß der dynamikumfang bei steigender iso runtergeht. war es evtl. eine alte kamera, wo per vorverstärkung des signals VOR der auslesung quasi damit so ein effekt produziert wurde? wie gesagt: mit heutigen kameras kann ich mir das nicht vorstellen.
                        • omararelaxing

                          jetzt hab ich quirin bolz geantwortet: gibt es eine quelle für diese aus meiner sicht etwas abenteuerliche behauptung?
                        • Werner Winkelmeier

                          Die Aussage ist schon eher gefährlich - denn du musst das schon auf eine Kamera beziehen. Wenn deren Basis-ISO bei 200 liegt, und der Rest Erweiterungen sind, dann möge das zutreffen. Ohne dass man zusätzliche Einstellungen in der Kamera wählt, kommt weniger Dynamik heraus - wenn man die Basis-ISO verlässt. Selbst wenn nur wenig Abweichung vorhanden ist, so ist es doch so. Visual Noise ist auch bei Basis-ISO am Geringsten - auch wenn moderat höhere ISO-Werte auch noch gut verwendbar sind.
                      • Karsten Spielvogel

                        Ich noch mal. Der Satz ' ist für heutige Display nicht mehr relevant' , war auf das Farbsystem bezogen und nicht auf FPS. Zu analog Zeiten gab es die 3 Systeme : Pal, NTSC und Secam. Heute wird es digital übertragen und da sind diese Farbsysteme nicht mehr relevant. Für die FPS ist natürlich schon relevant was es für ein Display ist. Sonst ruckelt es. Das hast du in deinem Video sehr gut erklärt. Deshalb laufen auch die Kinofilme im TV immer ein wenig schneller um von 24 auf 25 zu kommen oder sind hochgerechnet. Warum kann man dann noch zwischen Pal und NTSC umschalten? Wie du in diesem Video erklärt hast läuft hier im europäischen Raum der TV Programm mit 25 Bildern und in den USA mit 30 Bildern. Ich denke, bin mir aber nicht sicher, das es noch ein Relikt aus den analogen Zeiten ist und man das einfach übernommen hat. Um es halt den jeweiligen Land anzupassen. Deine Erklärung sind aber sehr verständlich und gut. Auch in diesem Video. Mach weiter so 👍👍👍

                        • Dirk Woltmann

                          Bei PAL und NTSC hat sich die Erklärung eingebürgert, dass das Stromnetz z.B. in den USA mit 60hz gespeist wird und die FPS die Hälfte oder ein Vielfaches davon sein muss, damit künstliche Leuchtmittel, wie Glühbirnen nicht flackern. In Deutschland z.B. hat der Wechselstrom 50hz. Daher 25 oder 50 FPS. Teste mal in NTSC mit 60 FPS bei dir zu Hause und du siehst, dass die Leuchtmittel flackern. Aber da gibt es noch andere technische Erklärungen, die den Rahmen hier sprengen. Beim Kinofilm wurde sich damals ganz einfach auf 24 FPS geeinigt, da das Bild für gut befunden wurde und Filmrollen damals einfach schweineteuer waren. Da spart man einige Meter auf Dauer... Wurde mit der Einführung digitaler Technik einfach übernommen, da der Mensch einfach an diesen "Look" gewöhnt ist ✌️
                      • UH

                        Haha.... "wenn das Model fünf Blenden unterbelichtet ist..." Dann ist das Model vermutlich blond. 👍 😉

                        • Elektronik

                          Hast du da den Shutter auf 1/100s eingestellt? Etwas mehr Bewegungsunschärfe wäre besser (1/50)... Ich finde, dass 60fps schon noch besser aussieht. Für normale Videos reicht aber 30fps. Wer mal sehen will, wie gut 60fps aussieht, kann ja mal bei "Pavel Kaplun" rein schauen.

                          • Quirin

                            Wenn der Shutter auf 60fps ist, kann es sein, dass die Lampen im Hintergrund flackern
                          • Photo Graf

                            Weshalb Hollywood und Bollywood überwiegend in 24p drehen statt 25p/30p/60p, obwohl diese unglaublich teure Kamera und Objektive Systeme zur Verfügung haben wie die Arri Alexa (Worauf Hollywood schwört und übrigens eine Deutsche Manufaktur ist) ist, weil die Qualität und die Detailinformationen einfach am höchsten ist. Das ist nur eine reine rechnerische Aufgabe. Nehmen wir mal den Liebling aus Hollywoods Blockbuster, die Arri Alexa mit ihre höchste 2262 Mbps (nicht die übliche Kamera mit 100-400 Mbps). Das sind 282,75 MB/s aufgeteilt auf 24 Bilder bedeutet das, dass ein einzelner Frame ca. 11,78 Mb zur Verfügung hat und das ist verdammt viel für ein einzelner Frame. Dies bedeutet automatisch, dass je höher die fps sind, desto weniger Qualität hat ein einzelner Frame bzw. die Aufnahme selbst. Letztendlich ist eine höhere fps nicht automatisch besser, obwohl auch Hollywood manchmal darauf zugreift bei gewisse Slomos.
                          • Elektronik

                            @Quirin Deshalb muss man den Shutter auf 1/50s einstellen.
                          • Elektronik

                            @Photo Graf Natürlich braucht man fürs Kino 24fps, weil das der Standard fürs Kino ist und die Projektoren dafür gebaut sind. Aus dem gleichen Grund ist für YT 30 fps oder 60 fps die richtige Framerate. Nahezu alle Displays laufen im 60 Hz NTSC Modus. Die Bitrate ist nicht relevant, solange man ein Limit nicht unterschreitet. Ob man 10 Mbit/s oder 100 Mbit/s für FHD verwendet ist nicht sichtbar. Und YT komprimiert eh auf ca. 3-4 Mbit/s runter...
                          • Photo Graf

                            @Elektronik Meine war die Rede von Hollywood Aufnahmen, nicht von Youtube. Das macht einen großen Unterschied mit welcher Mbps aufgenommen wird wenn es auf die Leinwand im Kino kommt.
                        • s.k. onTour

                          Ach, das find ich ja gut, dass du da mal aufräumst. Gerade als Anfänger wird einem ja doch Recht viel um die Ohren gehauen. Da ist es gut, dass jemand Ordnung reinbringt, auf dass man sich nicht allzu verrückt macht. Danke für dieses Video.

                          • Meli Bra

                            das stimmt grade bei fb muss man sich viel da über anhören.
                        • Matthias Bittrich

                          Sehr interessant. - Ja, aus JPEG Bildern kann man auch bearbeitungstechnich sehr viel rausholen. Nutze diese im Urlaub, da mein Laptop sonst bei der Datenmenge in die Knie geht. Bei vernünftigen Bildmaterial kann ich kaum einen Unterschied feststellen. - Viele Grüße von Matthias an Matthias

                          • DerWegDerWahrheit

                            Ich habe aus einem jpgeg einen schöneren HDR look raus bekommen als mit raw. Ich weiß bis heute nicht was da anders war.
                          • sema1motorsport

                            @DerWegDerWahrheit Dann weißt Du nicht wie man ein RAW richtig entwickelt. Hauptsache du bist mit den Ergebnissen zufrieden, der Weg dahin ist doch egal.
                          • DerWegDerWahrheit

                            @sema1motorsport egal was du meinst. DU musst es wissen.
                          • sema1motorsport

                            @DerWegDerWahrheit in Kurzform: HDR steht für high Dynamic range - also ein Bild mit einem hohen Kontrastverhältnis. Um das zu erhalten benötigt man entweder eine Datei mit einem hohen Dynamikbereich (RAW) oder eine Belichtungsreihe aus JPEG-Bildern. Ein RAW hat in der Regel einen 12 Bit Dynamikbereich (4096 Helligkeitsstufen) - ein JPEG dagegen 8 Bit (256 Helligkeitsstufen). Es stecken im JPEG also deutlich weniger verfügbare Informationen für die spätere Bearbeitung. Es liegt natürlich auch am eingesetzten Monitor welchen Farbraum und wie viele Helligkeitsstufen dieser hat und was dieser überhaupt darstellen kann. Ich bin kein Berufsfotograf, aber ich kenne die Technik dahinter.
                          • DerWegDerWahrheit

                            @sema1motorsport ich bin echt von deinem wissen begeiste. Mehr davon. Warum wirst du nicht Wikipedia Autor?
                        • Patrick Sauter

                          Dankeschön, für die guten Infos! Vor allem die Parts zu Blende und fps fand ich sehr hilfreich und werde ich berücksichtigen 👍 Da habe ich immer die typischen Fehler gemacht 😅

                          Schreibe einen Kommentar

                          Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.